b_150_150_16777215_00_http___lh4.ggpht.com_-ISoA7I_PXKE_ThMkLYrf0QI_AAAAAAAABnM_astm24qUyFY_s640_101_1436.JPG

Am 7.7.2011 war es soweit. Die 1a des Gymnasiums Freistadt durfte in der letzten Schulwoche einen gestaltpädagogischen Tag verbringen. Doch was ist das überhaupt – Gestaltpädagogik?

 

In erster Linie handelt es sich um eine ganzheitliche Pädagogik – Lernen mit Kopf, Herz und Hand (- eine Sichtweise des Schweizer Pädagogen Pestalozzi). Ihren Ursprung findet sie zum einen in der Psychotherapie (Gestalttherapie, Psychodrama und andere therapeutische Aspekte) als auch in verschiedenen reformpädagogischen Ansätzen (Montessori, Freinet, etc.).


Einige Schwerpunkte bilden die gegenseitige Wahrnehmung – sich selbst aber auch den anderen wahrnehmen und spüren; die eigenen Gedanken und Gefühle zulassen und ausdrücken. Das beinhaltet auch ein gegenseitiges In-Kontakttreten.

Fotos

In der Schule bedeutet dies, für den anderen Verständnis finden – die gegenseitigen Eigenheiten verstehen lernen und so sein dürfen, wie man tatsächlich ist. Dies passiert zum Beispiel auf spielerische Weise, indem die Schüler Fragestellungen zum Beispiel spielerisch gemeinsam lösen, oder ihren MitschülerInnen ihre Gefühle, Anliegen, Träume  offenbaren. Wichtig ist, dass dies auf freiwilliger Basis passiert. Ein erweitertes gegenseitiges Verständnis fördert das soziale Miteinander. Das belebt wiederum das Klassenklima und kann auch zur Konfliktlösung beitragen.

 

Bei unserem Gestalttag beschäftigten die SchülerInnen sich zuerst viel mit Gefühlen und der Art und Weise Gefühle auszudrücken – zum Beispiel durch grafische und pantomimische Darstellung, sowie Bewegung zur Musik. Etwas später studierten die Schüler in kleineren Gruppen ein Theaterprojekt ein, indem es um Szenen aus dem Schüleralltag ging, die im Anschluss auch nachbesprochen wurden. Hier behandelte eine Gruppe zum Beispiel das Thema Ausländerfeindlichkeit und zeigte in ihrem Projekt zugleich eine Lösung an.

Ein weiterer Schwerpunkt war eine gemeinsame Meditation, die die SchülerInnen zu ihrem Ort der Träume begleitete. Dieser Tagesabschnitt wurde von den SchülerInnen sehr gut aufgenommen. Es war mucksmäuschen still, und die tolle Mitarbeit hat mich selbst sehr fasziniert. Nach dieser andächtigen Reise brachten die SchülerInnen ihre inneren Bilder auf Papier.

Den Abschluss bildete ein Gemeinschaftsspiel, bei dem alle Schüler auf so wenigen Stühlen wie möglich gemeinsam Platz finden mussten, ohne dass sich jemand verletzte. Hierzu mussten sie sich in sehr kurzer Zeit gemeinsam beraten. Dieses Spiel bereitete allen großen Spaß – und da keiner ausscheiden konnte gab es lauter Sieger.

Infos unter: www.zeitkristall.at