Ich möchte heute über die NOST, die Neue Oberstufe, informieren. Wir sind eines von 11 Gymnasien in Oberösterreich, das in die NOST wie gesetzlich vorgesehen im Vorjahr eingestiegen ist. Was verbirgt sich hinter diesem Akronym?

DIe NOST hat neue Lehrpläne für die Oberstufe gebracht, die zusätzlich ab der 6. Klasse/10. Schulstufe semestriert sind. Das heißt, dass die Lehrplaninhalte und Kompetenzen genau für das jeweilige Semester festgelegt sind. Das beudeutet in weiterer Folge, dass jedes Semester mit einem vollgültigen Semesterzeugnis abgeschlossen wird. Negative Beurteilungen können dann in den beiden Folgesemestern in Form so genannter Semesterprüfungen ausgebessert werden. Der Prüfungsstoff beschränkt sich dabei auf jeden Lehrplaninhalte, die zur negativen Beurteilung geführt haben.

Mit der NOST ist die Individuelle Lernbegleitung (= ILB) ins System gekommen. Darunter ist zu verstehen, dass speziell dafür ausgebildete Lehrkräfte den Schüler_innen mit Lernproblemen auf deren Anforderung unterstützend zur Seite stehen. Die Lernbegleitung ist aber keine fachliche Nachhilfe, sondern ein Lerncoaching, das die Ursachen für den ausbleibenden Lernerfolg erforsch, Lernstrategien ausarbeitet, beim Zeit- und Prünfunsmanagement behilflich ist und vieles mehr.

Zusätzlich bietet die NOST Elemente der (Hoch-)Begabtenförderung. So wird es z.B. möglich, einzelne Prüfungen höherer Semester vorzuziehen, wodurch auch eine vorgezogene Teilprüfung der Reifeprüfung nach der 7. Klasse möglich ist.

Ich denke, dass aus Schülersicht die NOST durchaus sehr positive Veränderungen gegenüber bisher mit sich bringt. Wie sich die NOST auf den Lernzprozess insgesamt auswirkt, werden jedoch erst die Erfahrungen unserer ersten NOST-Schülergeneration zeigen.

Ich darf an dieser Stelle allen Blog-Leser/innen und ganz besonders unseren Schüler/innen ein erfolgreiches Jahr 2018 wünschen!

Dr. Franz Rührnößl

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